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Die Achterbahn beim EPT SnowfestHallo alle miteinander, endlich ist die EPT wieder "zu Hause in Österreich", und zwar mit so einem humanen Buy-In von €3750. Es war kein Wunder, dass das Turnier mit 546 Teilnehmern restlos ausverkauft war. Und etwas war neu – man sieht das in der österreichischen Pokerszene eher selten – das ganze Turnier und sogar die Cash Games Tische spielten sich in ,,sauberer Luft‘‘ ab, es war also totales Rauchverbot. Außerdem war die Umgebung fantastisch, das Luxushotel Alpina Palace liegt wie eine Perle in dem wunderschönen Tal, das für Urlauber wirklich alles zu bieten hat. Warum ich die EPTs am Tag 1B bevorzuge Ich hatte sehr optimistisch begonnen und noch im Level 2 einen fetten Pot mit Im letzten 9. Level am Tag 1B waren die Blinds 500/100, Ante 100. An meinen Tisch wurde Marcel Koller (mit circa 50.000) gesetzt. Er ist ein junger, furchtloser und aggressiver Spieler (6. Platz beim EPT Berlin!) aus der Schweiz, der aber offensichtlich wenig Turniererfahrung hat. (http://pokerdb.thehendonmob.com/player.php?a=r&n=109114) Meine erste Begegnung/Kampf mit diesem Spieler hatte mit einem ,,blauen Auge‘‘ für mich geendet. In mittlerer Position raiste er auf 2.500, alle foldeten bis zu mir, und ich fand im Big Blind (mit circa 170.000) Ich checkte, und das tat auch Marcel, kein Conti-Bet von ihm war eine Überraschung für mich! Am Turn wettete ich bescheidende 3.000, da ich dachte, dass mein Top Paar jetzt gut sei. Das aber war zu wenig für Marcel, der auf 8.000 erhöhte, um den River zu sehen. Ich callte ruhig, aber ohne genaue Vorstellung, was für eine Hand mein unbekannter Gegner haben könnte. Außerdem hatte ich zu diesem Zeitpunkt mehr als den dreifachen Stack als Marcel. Am River checkte ich vorsichtig mit der Hoffnung auf einen freien Showdown. Jetzt aber hatte mein Gegner den Hammer ausgepackt und schob sage und schreibe um die 40.000 (ALL-In) in die Mitte hinein – ein gewaltiges Overbet – fast die doppelte Potgröße. Wow! Was bedeutete wohl ein so riesiger River-Bet, begann ich zu grübeln, entweder eine Bomben-Hand oder ein totaler, riskanter und überzogener Bluff? Es war für mich sehr schwer irgendwelche Stützpunkte bei der Analyse zu finden. Schlussendlich, mit Bauchschmerzen, foldete ich offen meine Karten und in diesem Moment öffnete Marcel stolz seine Karten: Am Ende des Tages 1B war ich glücklich mit meinem super aufgebauten Stack von 160.000, das war sogar Second Chipleader am Tag 1B! Tag 3 – Ende der Achterbahn
Im Level 19 Blind 5k/10k + Ante 100 passierte dies: Links von mir am restlichen Vierer-Tische saß wieder genau der gleiche Spieler: Marcel Koller, gegen den ich im Level 9 hätte gewinnen können. Er hatte nun zu diesem Zeitpunkt um die 200.000 Chips. Ich hatte auch ein wenig mehr als 200.000 Chips und bekam UTG In diesem Moment sagte eine mutige innere Stimme in mir: „Ivo, in diesem späten Turnierstadium ist Gedacht getan, ich pushte All-In, und links von mir schob Marcel Koller alle seine Chips sekundenschnell in die Mitte. Alle foldeten sofort, und ich war gespannt, womit mein Gegner dieses All-In gegen einen UTG-Raiser so schnell callen würde. Ich dachte, er hätte mindestens Showdown: Ich Solche Fehler führen mich zum Gedanken, dass ich im späten Turnierstadium zu aggressiv spielte und nicht flexibel genug war, den Gang in richtigen Moment zurückzuschalten. Nach diesem Pot war mein Chipsstand katastrophal – circa 15.000 – mein Gegner war dagegen fast im siebten Himmel mit seinen circa 440.000 Chips Average gelandet. Marcel hatte es durch diesen Pot sehr weit nach vorne geschafft und nur knapp den Final Table (als 12.) verpasst. Herzliche Gratulation! Fazit: In den späten Turnier-Phasen gab es oft pre-flop All-In Heads-up Situationen, bei dem eine Seite ein Paar hatte und die andere 2 Overcards. In solchen Coin-Flip Situationen ist von großer Bedeutung, wer den letzten Schuss (z.B. Reraise All-In) abfeuert, weil der Aggressor so gewisse Vorteile hat aufgrund der möglichen Fold-Equity. Nachher hatte ich mich zwei Mal verdoppelt können, aber trotzdem war sehr bald auf folgende Weise meine Achterbahn auf Platz 34 beendet: Ich war im Level 19 (5k/10k+Ante 1k) im Big Blind mit circa 60k, sozusagen das kürzeste Stack der restlichen 34 Spieler. UTG-Marcel raiste etwa gegen 30k, alle foldeten bis zum Button, der auf 100 k reraiste. Ich schaute meine Karten an: ein Paar a) Gegen Raise und Reraise: Ein kleines Paar steht wahrscheinlich hinten b) Die Pot Odds – ich müsste 50k nachzahlen, um 114.000 zu gewinnen c) Falls ich folden würde, bliebe ich extrem Short mit 50k bei M = 2, eine Runde kostet 24k! d) Falls ich callte und gewinne würde hätte ich 164.000 (fast 3-fach als mein Stack vor diesem Spiel), also fast M=7
Nach langen Hin und Her callte ich optimistisch und Marcel foldete Am Ende möchte ich einen Pokerfreund und gleichzeitigen Schüler von mir, Christian Oswald aus Hannover, recht herzlich für seine Erfolge beim EPT Saalbach Hinterglem gratulieren! Zuerst hatte Christian beim Super Sattelite das Tickets für EPT gewonnen, dann gewann er am letzten Tag das 500€ buy in Side-Event! Vor dem Hotel Alpina Palace traf ich drei Bekannte von mir: Ex-Fußballprofis (1. und 2. Bundesliga). Alle Drei sind aktive und erfolgreiche Pokerspieler geworden. Achtung Fußballfans, aufgepasst: Wer kennt die Namen dieser drei Ex-Fußballprofis und in welchen Fußballvereine haben sie gespielt?
Naja, der Vorteil beim Pokern liegt im Vergleich mit anderen Sportarten auf der Hand: Keine Altersbeschränkung! Tags: Allgemein, Buy-In, Casino, Dealer, Las Vegas, Poker, Preisgeld, Turnier, WSOP |
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