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Ivo Donev – der Schach-Poker-Meister
Ich liebe Schach – als auch das Pokerspiel gleichermaßen. Und dank meiner 30-jährigen Schacherfahrung habe ich mich mit Poker äußerst ernsthaft beschäftigt. Viele Methoden, die ich zur Vorbereitung beim Schach verwendet habe, finden bei mir auch im Pokerspiel Anwendung. Im Jahr 1998 war ich zum ersten Mal im Casino, es war das Casino Bregenz. Und ich war fasziniert von Poker. So fasziniert, dass ich begann, mich mit dem Spiel zu beschäftigen, es studierte, um mich weiter zu verbessern. Nach nur zwei Jahren habe ich es geschafft, ein Gold-Bracelet und den Weltmeistertitel im Omaha Limit bei der World Series of Poker (WSOP) in Las Vegas zu gewinnen. Obwohl ich sagen muss, dass Texas Hold’em meine beste Disziplin ist. Aber mit 69 Final Tables (http://www.pokerpages.com/players/profiles/3502/ivo-donev.htm), darunter fünf bei der WSOP, in neun Jahren kann man, glaube ich, zufrieden sein. Und im letzten Jahr führte ich die Rangliste der Casinos Austria an: http://www.intellipoker.com/articleshow.php?id=1324 Hier ein Video, als ich am Final Table (WSOP 2004) mit Chris Ferguson, Phil Hellmuth und Antonio Esfandiari spielte: http://www.pokerpages.com/tournament/2004wsop/wsop2004event21day2broadband.asx Viele gute Schachspieler wie die Großmeister Klinger (AT), Tolnay (HU), Gustafsson (D), Wahls (D) oder Brown (USA) sind zum Poker übergegangen, weil es einfach leichter ist, bei Erfolgen Geld zu verdienen. Schach ist ein wunderbarer Sport. Aber um eine gute Leistung zu bringen, muss man sich optimal vorbereiten und das wiederum heißt, mehrere Stunden täglich (!) zu trainieren. Der Lohn dafür ist vergleichbar schlecht. In einem offenen Schachturnier, so wie sie monatlich in Europa stattfinden, bekommt der Erstplatzierte ca. €1.500, der Zweite €1.000, der Dritte €700 etc. Im Schnitt nehmen an so einem Turnier rund 100 Schachspieler teil, und das sind keine Anfänger. Viele von ihnen tragen Titel wie "Großmeister" oder "Internationaler Meister". Die Chancen unter den ersten Drei im Turnier zu landen, sind wirklich nicht sehr hoch. Rechnet man jetzt auch noch den Trainingsaufwand, ist es mehr eine Investition als ein Gewinn. Darum ist Schach ein wirklich wunderbares Hobby, aber kein Beruf. Das Schöne an Schach ist aber auch, dass der Glücksfaktor mit 2 bis 3 % minimal ist. Zusammengefasst in einem Satz: "Schach ist viel Arbeit für wenig Geld".
Mittlerweile habe ich mir aber auch sehr viel Wissen über Poker angeeignet. Ich besitze unzählige Programme, DVDs, Analysemappen, Karteien usw. Auf meiner Website www.ivodonev.com biete ich viele Dienstleistungen sowohl im Bereich Schach als auch Poker an. Auch das Internet bietet viele Spielmöglichkeiten. Für mich hat Pokern im Internet aber vorwiegend Trainingscharakter. Wenn ich im Internet spiele, dann hauptsächlich, um mich in Spielen zu verbessern, bei denen man live nicht so oft die Möglichkeit dazu hat – z. B. Short-Hände, Heads-up, STT-Satellites.
Und zum Schluss: Es gibt drei Pokerspieler, die ich wirklich bewundere: Daniel Negreanu – für seine tiefgehende Analyse beim No-Limit Hold’em Lieben Gruß euer Ivo D. |
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